Wie meis­tern wir die­se Komplexität?

Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se kön­nen wir nur als Gemein­schaft meis­tern, indem wir Kraft & Res­sour­cen ver­ei­nen, offen sind für neu­es und den Mut zur Zusam­men­ar­beit besit­zen. Dazu sind neue Denk- und Hand­lungs­wei­sen erfor­der­lich. Eine Kul­tur des Ler­nens und des Zusam­men­wir­kens. Die wich­tigs­ten Bau­stei­ne aus sys­te­mi­scher Sicht dafür sind:

  1. Die Kraft des WIR nut­zen: Unse­re Arbeits­welt braucht Offen­heit und Bereit­schaft zur Zusam­men­ar­beit. Zukunfts­ori­en­tier­te Füh­rungs­kräf­te schaf­fen Rah­men­be­din­gun­gen, wo die Klug­heit des Kol­lek­tivs (WE‑Q) Platz hat und zum Woh­le des Gan­zen genutzt wird. Füh­rungs­kräf­te sind nicht mehr die domi­nan­ten Gestal­ter. Sie geben die Rich­tung vor, sie schaf­fen Sinn, Ori­en­tie­rung und Zuge­hö­rig­keit. Dabei wird auch die Über­set­zungs­fä­hig­keit zwi­schen Gedan­ken und Gefüh­len von Men­schen unter­schied­li­cher Her­kunft ein Schlüs­sel­fak­tor sein. WIR-Intel­li­genz als neue Schlüsselkompetenz.
  2. Die Zukunft ver­ste­hen, indem wir ver­stärkt auf Bil­dung und Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung der Ent­schei­dungs­trä­ger setzen.
    Wol­len wir Kom­ple­xi­tät meis­tern, müs­sen Men­schen und Struk­tu­ren rei­fen. Entre­pre­neurs und Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten sind die Agen­ten der Zukunft. Sie geben die Rich­tung vor.  Eine Orga­ni­sa­ti­on kann sich nicht wei­ter ent­wi­ckeln als die Ebe­ne, auf der sich die Füh­rungs­kräf­te befinden.
    In jedem Unter­neh­men pral­len Wer­te, unter­schied­li­che Lebens­for­men, Kul­tu­ren und Iden­ti­tä­ten auf­ein­an­der. Nur wenn wir die Viel­falt aner­ken­nen, kön­nen wir in einem glo­ba­len Netz zusammenwachsen.
    Füh­rungs­kräf­te müs­sen Raum für die Poten­ti­a­l­ent­fal­tung des Kol­lek­tivs schaf­fen, Wis­sen & Ver­ste­hen zusam­men­brin­gen. Ent­schei­dun­gen kön­nen dann rasch und effek­tiv getrof­fen wer­den, wenn die Macht­ba­sis ver­teilt ist, die Weis­heit der vie­len genutzt wird, Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on funk­tio­niert und wenig Kon­trol­le not­wen­dig ist.
  3. Die Zukunft gestal­ten, indem wir die Rah­men­be­din­gun­gen für die Zusam­men­ar­beit mas­siv ver­än­dern. Kei­ne Über­vor­tei­lung, win-win-Model­le, Opti­mie­rung anstatt Maxi­mie­rung. not­wen­dig ist.
    Emo­tio­na­le Intel­li­genz, Krea­ti­vi­tät, Fle­xi­bi­li­tät, Selbst­er­kennt­nis sind Fak­to­ren, die kei­ne Maschi­ne jemals über­neh­men wird, daher sind sie so wert­voll. Gera­de auf die­se wich­ti­gen Softs­kills muss bei der Aus­wahl der Mit­ar­bei­ter Wert gelegt wer­den. Die Iden­ti­tät der Mit­ar­bei­ter erfolgt in unse­rer Gesell­schaft nicht mehr nur über die Berufsrolle.
    Die Digi­ta­li­sie­rung revo­lu­tio­niert auch das Ver­hält­nis zwi­schen Kun­den, Mit­ar­bei­tern und Füh­rungs­kräf­ten. Arbeits­mög­lich­kei­ten über Online-Platt­for­men hel­fen, die Kom­ple­xi­tät zu organisieren.